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Shotokan - Kempo - Karate - Dojo "Kusunoki" e.V.
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Guestbook

Der Streit um den Namen JKA


 

Kurz nach dem Tode Nakayamas am 15.04.1987 kam es sehr schnell zu Streitigkeiten innerhalb der Japan Karate Association (JKA). Es fehlte jemand dem die Führung der JKA übertragen werden konnte. Große Karatemeister wie Kanazawa, Enoeda, Nishiyama oder Shoji wollten dies nicht oder wurden erst gar nicht angehört.

1990 entschied sich eine Gruppe von JKA-Vertretern zu handeln. Es wurde eine Vorstandsversammlung einberufen, zu der jedoch nur ein Teil der Mitglieder geladen wurde. Teilnehmer waren u.a. Asai, Abe, Yahara, während Meister wie Nakahara, Shoji, Ueki, Tanaka oder Ida nicht anwesend waren.
Die teilnehmenden Mitglieder des Vorstandes beschlossen den Ausschluß der nichtanwesenden und ließen sich als neuer Vorstand bei Gericht registrieren.
Somit gab es plötzlich zwei JKA-"Fraktionen". Die eine wurde "Yahara"- und die andere "Nakahara"-Fraktion genannt. Beide Gruppen beanspruchten in den Folgejahren den Namen "Japan Karate Association" für sich und bestanden darauf, einzig rechtmäßiger Vertreter zu sein.

Das Ergebniss war ein weiteres Zerstreiten der Karateka auf der ganzen Welt, die man jetzt nach der Art der Fraktion einschätzte. Jede Fraktion erkannte zum Beispiel die Dan-Zertifikate der anderen Fraktion nicht mehr an.
Die weitere Auseinandersetzung gipfelte in mehreren Gerichtsverfahren, die jeweils von der "Yahara-Fraktion" verloren wurden. Diese setzten sich bis 1999 fort, bis vom Obersten Gericht in Tokyo am 10. Juni der "Yahara-Fraktion" eine Revision verweigert wurde. Somit hatte die "Yahara-Fraktion" endgültig verloren. Nur den Mitgliedern der "Nakahara-Fraktion" war es gestattet, den Namen JKA zu führen.

Die Verlierer hatten schnell einen neuen Namen für ihren Weltverband gefunden : "Way of Karate World Federation (Karate No Michi)". Im selben Jahr gab es weitere Zerwürfnisse innerhalb der "Verlierer", sodass Shihan Asai diese verließ.


Das Urteil des obersten Gerichts


 
 
Seite 1 
1999, Fall Nr. 179 
Entscheidung 
41-6-1 Ebisu-Nishi, Shibuya-ku, Tokyo 

Kläger: 

Japan Karate Association 
vertreten durch 
Hr. Matsuno 
sowie die Rechtsanwälte 
(hier folgen die Namen der Anwälte, Anm. d. Übers.)
 

 

Seite 2 
  Beklagte: 

  Hr. Ito 
  Hr. Shoji 
  Hr. Ishida 
  Hr. Ueki 
  Hr. Tanaka 
  Hr. Ida
 

Seite 3 
Hr. Sakai 
Als Prozessvertreter der oben genannten sieben Personen die Anwälte (hier folgen die Namen der Anwälte, Anm. d. Übers.). 

In der Sache 1995 / Ne 279 des Obersten Gerichtshofes „Antrag auf Ungültigerklärung der Beschlüsse der außerordentlichen Vorstandssitzung“ und der diesbezüglichen Entscheidung des Gerichts vom 29.10.1998 erfolgte durch die Kläger ein Antrag auf Zulassung zur Revision. 

Die in der Klagebegründung behauptete Straftat nach BGB §318, Abs. 1 konnte vom Gericht nicht erkannt werden.
 

Seite 4 
Urteil: 

Der Fall wird nicht zur Revision zugelassen. 
Die Kosten der Verhandlung trägt der Kläger. 

10.06.1999 
Der 1. Kleine Senat am Obersten Gericht 

(hier folgen die Namen der drei Richter, Anm. d. Übers.)
 
 

 

 
Thomas Heinze
Übersetzung: Andreas Pingel
www.kusunoki.de