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Shotokan - Kempo - Karate - Dojo "Kusunoki" e.V.
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Guestbook

Kusunoki Masashige (1294 - 1336)

Anfang des 14. Jahrhunderts befand sich Japan in einer sehr unruhigen Lage, die Militärregierung von Kamakura wurde schwächer und die Kaiser sammelten kriegerische Samurais um sich.

1318 kam Kaiser Go-Daigo an die Macht. Er widersetzte sich einigen Traditionen, die bis zu dieser Zeit am Kaiserhof gepflegt wurden. Er wollte sein Leben lang regieren und dann seinem Sohn das Amt übergeben und nicht nur kurze Zeit wie bisher üblich. Auch wollte er Frieden mit dem Bakufu. 1331 schmiedete er einen Plan gegen seine eigenen Militärherrscher, die seinen Bruch mit der Tradition überhaupt nicht billigten. Als diese von dem Komplott erfuhren, sandten sie Truppen nach Kyoto, um den Kaiser zu stürzen.


Der Go-Daigo

So mußte Go-Daigo nach Süden in ein Kloster fliehen. Ohne Samurais war es ihm unmöglich, seinen Tron wiederzugewinnen. Somit überlegte er, was zu tuen sei. Während eines Traumes sah er den nach Süden gewandten lehren Kaiserthron unter einem Baum stehen. Er versuchte seinen Traum zu deuten und stellte die Schriftzeichen für Baum und Süden nebeneinander und ... sie ergaben das Wort kusunoki, was übersetzt Kampferbaum bedeutet.
Er sandte sofort Mönche aus, die Erkundigungen über diesen Namen einholten. Und wirklich, es gab einen Kusunoki.


Kusunoki Masashige

Kusunoki Masashige wurde 1294 in Kawachi (zwischen Osaka und Nara) geboren. Er wurde in einem buddhistischen Kloster erzogen und wurde später ein bekannter Samurai. Er besaß eine Burg am Berg Kongo und hatte dort einige gute Kämpfer. Da er kein Vasall der Militärregierung war, schloß er sich dem Go-Daigo sofort an. Aber er kündigte dem Go-Daigo an, dass es nicht leicht werden würde und man mit einigen Rückschlägen rechnen müsse.

Während Kusunoki mit seinen Rebellen gegen das Bakufu kämpfte, wurde Go-Daigo gefangen genommen und oft Oki verband, welche sich 80 km vor der Küste von Honshu befindet. Kusunoki wurde dann in seiner Burg eingeschlossen.
Er befahl seinen Leuten ein Loch zu graben, wo alle bisher gefallenen Soldaten in einem riesigen Loch verbrannt wurden. Sie verkleideten sich und konnten in kleineren Gruppen so vor den Kriegern des Bakufu fliehen. Die Truppen der Bakufu glaubten jedoch, die verbrannten Leichen seien Kusunoki und seine Kämpfer.

Kusunoki Masashige und seine Leute begannen jedoch, kleine Gruppen der Bakufu zu überfallen. Auf Kusunokis Kopf und den Kopf von Prinz Morinaga (dem Sohn des Kaisers Go-Daigo) wurden hohe Belohnungen ausgesetzt.

Die größte Schlacht fand 1333 statt. Etwa 100.000 Mann versuchten die Festung Chihaya, wo sich Kusunoki mit 2000 Kriegern befand, einzunehmen. Kusunoki nutzte seine Festung, um mit Fallen, gefällten Bäumen und Schutzwänden die Angriffe der Bakufu mehrere Wochen abzuwehren. Während dieser Zeit bauten Kusunokis Krieger mehrere menschenähnliche Lehmfiguren, die sie eines Nachts aufstellten. Sie stellten diese vor die Festung und dahinter die besten Pfeilschützen. Und tatsächlich, die Bakufu fielen auf diese List herein und verloren über 300 Krieger. So hielt Kusunoki die Festung etwa 10 Wochen, während dessen Go-Daigo mit einem Boot die Insel verlassen konnte.
Die Bakufu erkannten den Ernst der Lage und sandten Ashikaga Takauji mit einer großen Armee nach Westen. Dieser entschied sich jedoch, zu Go-Daigo zu wechseln. Am 19. Juni 1333 zogen sie in Kyoto ein und besiegten die dortigen Bakufu. Die Militärregierung mußte nun die Belagerung der Festung Chihaya aufgeben. So wurde Go-Daigo wieder als Kaiser eingesetzt und verlieh seinem Sohn, Prinz Morinaga, den Titel eines Shogun.

Go-Daigo kümmerte sich in der folgenden Regierungszeit nicht genug um seine Samurai, besonders nicht um Takauji. Dieser folgte nicht mehr den Befehlen Go-Daigos und ernannte sich selbst zum Shogun. 1336 besiegte er eine Armee, die der Kaiser besandt hatte, wurde später jedoch von Kusunoki Masashige in die Flucht geschlagen.
Takauji floh und begann, eine neue Armee aufzubauen, mit der er im Mai 1336 erneut gegen den Kaiser zog.


Ashikaga Takauji

Kusunoki wollte sich auf den Berg Kongo zurückziehen als er die Lage erkannte. Der Kaiser und die meisten Höflinge lehnten dies jedoch ab. So mußte der pflichtbewußte Samurai Kusunoki kämpfen.

Die Schlacht fand am 5. Juli 1336 am Fluss Minato statt. 35.000 Ashikaga-Kämpfer standen etwa 17.000 Go-Daigo-Kriegern gegenüber. Das Kaiserheer war zweigeteilt. Ein Teil zog sich plötzlich zurück, so dass Kusunoki auf sich gestellt war. Von zwei Seiten angegriffen, versuchten sich Kusunokis Männer verzweifelt zu wehren, bis am Abend das Heer fast komplett aufgerieben und Kusunoki schwer verwundet war.
 

Kusunoki Masashige zog sich zusammen mit seinem Bruder Masaue auf einen Bauernhof zurück und verübten dort Seppuku (Harakiri). 

Heute ist Kusunoki Masashige einer der größten Volkshelden in Japan und wird sehr verehrt. Ihm zu Ehren wurde Nanko-San Tempel an der Stelle gebaut, wo er starb.

In Kobe wurde ihm der Minatogawa-Schrein gewidmet. Außerdem ist er auf der japanischen Verwundeten-Medaille dargestellt.


Der Minatogawa-Schrein in Kobe

 
www.kusunoki.de