MIYAZATO EI’ICHI




MIYAZATO EI’ICHI

MIYAZATO EI’ICHI, dessen Vater Schüler von HIGASHIONNA war, kam im Alter von 13 Jahren 1935 in das Dojo von MIYAGI CHOJUN. Bis zu dessen Tod blieb er dessen direkter Schüler und assistierte Miyagi beim Unterrichten. Einzige Ausnahme war die Zeit seiner Stationierung in der Mandschurei. 
Nach Miyagis Tod übernahm er auf Bitten von Miyagis Familie die Trainingsführung im Tsuboya dojo. Das führte er bis 1957, als er sein eigenes Dojo namens Jundokan Dojo in Azato (Naha) errichtete.
Neben dem Karatetraining betrieb Miyazato auch das Judotraining, das er mit 14 Jahren unter SHOTO ITOKATSU begonnen hatte. Er hat in dieser Kampfkunst den 6.Dan erhalten.
Miyazato ist Präsident der Okinawa Judo Federation und gleichzeitig ein wichtiger Lehrer des okinawanischen Goju ryu.
Durch ihn wurde 1972 die Okinawa Goju ryu Karate do Kyokai gegründet.
Miyazato ist ein Gegner des Sport Karate und findet dessen Ausübung „dumm und nutzlos“. Seiner Meinung nach haben die Schiedsrichter keine Möglichkeit, die Wirkung eines Schlages oder gar noch die Fähigkeit des anderen, den Schlag zu verkraften, einzuschätzen. Beim Sportkarate dreht sich alles um ein naives Punktemachen - eine Praktik, die nichts über den Verlauf eines echten Kampfes aussagen kann und außerdem keinerlei Sinn im Leben enthält. 
Miyazato ist bekannt für sein tödliches Kime, für seine Techniken der „klebenden Hände“ (Kakie) und für seine unwiderstehlichen Gelenktechniken.


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