SEYDEL, JÜRGEN



Seydel Jürgen (ca. 1960)

Geboren wurde JÜRGEN SEYDEL 1917. Er wird als "Vater des Karate in Deutschland" bezeichnet. Er begann 1939 mit dem Studium des Judo an der Universität Bonn.

Seydel leitete seit 1955 eine Judogruppe in Bad Homburg. In diesem Jahr las er in einer französischen Zeitschrift einen Artikel über Karate, das zu dieser Zeit noch in Deutschland unbekannt war. So reiste er nach Paris um diese Kunst zu lernen.

Er gründete das erste Karate-Dojo in Deutschland 1957 in Bad Homburg. Diese trainierte er mit Hilfe eines Lehrbuches von HENRY PLEE und den auf Karate-Lehrgängen erworbenen Kenntnissen. Im selben Jahr veranstaltete er im Herbst den ersten öffentlichen Karate-Lehrgang auf der Freusburg bei Giessen. Im Jahr 1959 legte er die Prüfung zum ersten Dan ab. Somit war er bis 1965 der einzige Dan-Träger in Deutschland.

Aufgrund eines Lehrganges mit MURAKAMI TETSUJI wird durch ihn der Deutsche Karate Bund (DKB) gegründet, in dem Seydel viele Jahre als Sportwart, Bundestrainer, Vorsitzender und Geschäftsführer arbeitet. In den folgenden Jahren holte Seydel noch viele bekannte Karateka nach Deutschland, z.B. KASE, SHIRAI, ENOEDA, KANAZAWA).

Um seine Vision von der Verbreitung von Karate in Deutschland zu ermöglichen, suchte Seydel nach Prominenten, die ihn unterstützen konnten. Der Zufall wollte es, das er zu dieser Zeit Elvis Presley traf, der bei Friedberg stationiert war und in Bad Nauheim wohnte. Er wurde sein bekanntester Karateschüler.

Seit 1980, nach seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit, lebt er in Usingen/Taunus im Ruhestand.


Das Buch "Die Meister des Karate und Kobudo" zu diesen Biographien gibt's hier



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