Taira Shinken (1897-1970) - "Der Vater des modernen Kobudo"



 

Taira Shinken

Heute Taira Shinken wird als der bedeutendste Kobudo-Meister des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Er wird am 12. Juni 1897 in Kumejima (Ryukyu-Insel bei Okinawa) unter dem Namen Miyazato geboren. Erst als Erwachsener nennt er sich Taira.

In Tokyo, wohin er 1922 reist, trifft Taira Meister Funakoshi Gichin, dessen Schüler er 1923 wird. Er lernt Karate auch unter Itosu, Azato und Yabu. Einer seiner Lehrer, Soken Hohan, sagte später, Taira hätte behauptet 500 Kata zu können. Taira "sammelte" alte Kata. Soken sagte jedoch weiter, dass er sie zwar könne, aber nicht verstanden hätte.

Ab 1929 lernt er das originale okinawanische Kobudo bei Yabiku Moden in Tokyo, bei dem er 1933 sein Menkyo-Kaiden erhält. Daraufhin eröffnet er in Ikaho (Präfektur Gumma) ein Karate- und Kobudo-Dojo.
Dort übt er zusammen mit Kenwa Mabuni.

Ab 1942 beginnt er in Naha (Okinawa) mit den intensiven Studium des Ryukyu-Kobudo. Durch ihn werden über 40 alte Kobudo-Kata überliefert und die Kata Kongo, Jigen und Tekko begründet. Er versucht, alte Kobudo-Kata auf ihre Ursprünge zurückzuverfolgen. Dabei beschäftigt er sich besonders mit Aburaya Yamaki, Matsu Higa, Sueyoshi , Chinen Shikiya und Chinen Yamane

1964 erhält er den Titel Hanshi vom Zen Nippon Kobudo Renmei. Er reist durch ganz Japan und unterrichtet in vielen verschiedenen Dojos.
1970 stirbt Taira Shinken in Naha an Krebs.

Schüler Taira's waren u.a. Sakagami Ryusho, Higa Yuchoku, Inoue Motokatsu, Hayashi Teruo, Mabuni Kenwa, Kuniba, Demura Fumio, Shimabukuro Tatsuo und Akamine (Menkyo-Kaiden).

 

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