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Himmelfahrts-Trainingslager in Kienitz (20.-24. Mai 2009)

Wir haben uns heute hier zusammen gefunden, um nach Kienitz zu fahren. Viertel nach 18 Uhr ging es dann los mit der gemütlichen Fahrt durchs Oderbruch. Kurz nach halb sieben kamen wir dann in Kienitz an unserem Quartier, der „Marina“, an. Dort erwartete uns schon Thomas mit dem Schlüssel. Es begann nun das fröhliche Entladen der Autos und Einrichten der Räume. Das schöne Wetter nutzten wir gleich, um am Abend zu grillen, auch wenn die Grillmeisterfrage nicht immer klar geklärt war. Dieser nette Abend krönte sich in einer Weindisskusion: Kerstin und ich bevorzugen lieblichen Rotwein, Thomas und Karl dagegen behaupteten denn nicht mal trinken zu können (Streit vorprogrammiert).Und dann ab ins Bett oder besser in den Schlafsack.
Aber leider wurde nichts aus dem geruhsamen Schlaf, da das Fenster offen stand und mit uns hunderte Mücken (keine Übertreibung), die es nur auf unser Blut abgesehen hatten, im Raum waren. Um 5 Uhr morgens waren wir alle damit beschäftigt Mücken zu vernichten, ausser Kerstin, die schlief selig weiter. Ich bin dann in den Essraum ausgezogen – war ´ne gute Idee. Aber trotzdem waren wir alle um 7 Uhr wach (wie unnatürlich). Da wir aber noch Diana und Norbert zum ersten Training erwarteten, mussten wir noch bis 8 mit dem Trainingsbeginn warten. Qigong und Passgang (Nanba aruki) standen auf der Tagesordnung. Da wir alle so früh wach waren, ersehnten wir das Frühstück schon sehr. Mit der Hilfe aller war es schnell zubereitet und wir alle zufrieden. Pünktlich um 10 Uhr waren wir bereit für die zweite Trainingseinheit. Thomas hatte sich etwas Besonderes für uns überlegt. Wir sollten heute die Tomari Passai lernen. Da dies eine sehr lange Kata mit vielen neuen Techniken ist, wurde unsere gesamte Konzentration beansprucht. Nach zwei Stunden saß bei allen der Ablauf und dieses Training war beendet. Eigentlich sollte nun das Mittag folgen, aber da wir alle noch vom Frühstück satt waren, entschieden wir uns für eine ausgedehnte zweistündige Siesta. Was keiner ahnen konnte: kurz nach zwei Uhr fing es an zu regen, zwar nur leichtes Tropfen, aber trotzdem. Wir hielten Kriegsrat oder besser Karaterat und entschieden uns für ein Training draußen, trotz des Nieselregens. Also in die relativ regenfesten Klamotten geschlüpft und los. Leider war der Wettergott nicht so ganz auf unserer Seite und der Regen wurde stärker. Er entwickelte sich später zum ausgedehnten Gewitter – keine guten Trainingsbedingungen. Unser Sensei lenkte ein und erklärte das Training für beendet und setzte eine Theoriestunde drinnen an. Wir alle bekamen vor dem Trainingslager den Auftrag, uns theoretisch mit einem Thema über Karate, Japan oder Asien auseinanderzusetzen. Wir waren alle mehr oder weniger erfolgreich. Zuerst waren Tim und Maximilian mit ihrem Thema „Waffen der Okinawaner“ dran. Die Jungs hatten sich weitgehend mit dem Thema beschäftigt, aber leider waren sie der Tücke des Internets erlegen und es hatten sich Fehler in ihren Vortrag eingeschlichen. Die nahm Thomas den Jungs aber nicht übel. Er klärte sowohl die beiden als auch uns über dieses Thema und die damit verbundene Geschichte Okinawas auf. Nach dem Gewitter wurde draußen bald alles wieder trocken und wir nutzten die Chance um das verlorene Training mit einem Rugbyspiel auszugleichen. Es fanden sich zwei Mannschaften Jung (Maximilian, Till, Tim, Julius) gegen Alt (Kerstin, Antje, Karl, Sophie). Ausgepowert machten sich die Mädels unter der tatkräftigen Anleitung von Diana ans Kochen. Auf den Tisch stand dann ein leckeres Geschnetzeltes mit Reis. Nach dem Essen und Abwaschen eröffneten wir den Filmabend mit „Oceans Thirteen“. Aber leider erlebten nicht alle das Ende des Films (Kerstin, Antje und Ich waren einfach zu müde).Müde fielen alle in ihre Schlafsäcke und schliefen bis zur nächsten Trainingseinheit am Morgen durch (der Mückenplage der vorherigen Nacht waren wir Herr geworden).
Pünktlich zum ersten Qigongtraining weckte uns der Wecker. Genau wie gestern waren Qigong und Passgang Trainingsinhalt. Danach machten wir uns ans Frühstück. Nach dem Abwasch schlüpften alle schnell in die Trainingsklamotten und los zum Training. Da wir gestern den Ablauf der Tomari Passai gelernt hatten, brachte Thomas uns das Bunkai näher.
Also war Partnertraining angesagt. Nach zwei Stunden Training brauchten wir alle eine stärkende Pause und da noch so viel schmackhaftes Geschnetzeltes übrig, war gab es zum Mittag die Reste vom Vorabend. Zur dritten und letzten Trainingseinheit dieses Tages war Bo angesagt. Wir gingen fast alle Bokata durch. Das Wetter an diesem Nachmittag war sehr durchwachsen. Wir wollten wieder eine Runde Rugby spielen, welches jäh vom Regen beendet wurde. Drinnen bemerkten wir das unsere Mägen schon knurrten „Hunger“, und zu aller Freude stand „Döner“ auf dem Speiseplan. Kerstin und Antje schnitten Salat, Gurken und Tomaten und ich briet das Fleisch. Dann noch schnell das Brot in den Ofen und der Tisch gedeckt und schon saßen alle mit selbst gefühlten Dönern am Tisch und wir ließen es uns schmecken. Nach dem Essen waren wir so träge, dass wir nicht mal vom Tisch aufstehen wollten. Zu unserem Glück ist Tim ein wandelndes Witzelexikon. Eine Stunde hat er uns mit seinen Lachattacken beschäftigt. Nach dem Aufräumen schauten wir wieder einen Film „Forbidden Kingdom“. Diesmal fielen wir nicht ganz so müde in unsere Schlafsäcke, aber wir schliefen trotzdem gut und lange.
Der Samstagmorgen verlief eigentlich genau wie die beiden vorherigen; erst Qigong (aber heute nur kurz, weil es sehr kühl war) und dann Frühstück. Als wir uns ans Frühstück abräumen und abwaschen machen wollten wurden wir plötzlich mit einem reichen Kindersegen beschert. Um genauer zu sein: es stießen fünf Kinder der Anfängergruppe zu unseren Trainingslager dazu. Nachdem alle Schlafplätze gefunden hatten und sie provisorisch eingerichtet hatten, ging es auch schon los zum ersten Training. Thomas hatte sich überlegt, dass die Anfänger heute eine neue Kata lernen sollten. Es sollte die Pinan Yondan sein. Für uns Fortgeschrittene war es eine gute Möglichkeit unsere Technik zu verbessern. Nach zwei Stunden, die alle toll durchgehalten hatten, war eine gescheite Brotzeit genau das richtige. Nach der Pause machten wir uns gleich zum nächsten Training auf. Kobudo stand auf dem Tagesplan. Alle begannen mit Bo Training, danach bekamen die Kinder die Sai on uns Fortgeschrittenen. Die Kinder lernten unter Thomas Leitung den Umgang mit den Sai und wir beschäftigten uns weiter mit der Tomari Passai. Nach diesem letzten Nachmittags Training wollten wir alle noch mal ein Rugbyspiel spielen. Fast alle beteiligten sich daran. Nach dem Spiel machten wir uns ans Abendessen kochen. Es gab „Nudeln mit Tomatensauce“. Nach dem gemeinsamen Essen wollte Thomas, dass wir uns alle gemeinsam mit dem Begriff der Konzentration auseinandersetzten. Hierbei wurde schnell klar, dass nicht nur Konzentration im Training wichtig ist sondern, auch in unserem alltäglich Leben. Nach der Theoriestunde schauten wir gemeinsam den Film „Madagaskar 2“. Die Kinder schickten wir jetzt ins Bett oder besser in den Schlafsack. Als dann endlich alle eingeschlafen waren, fingen wir an, ein Mitternachtstraining vorzubereiten. Kurz vor zwölf waren wir damit fertig, sodass wir um zwölf alle wecken konnten. Das Mitternachtstraining war für uns alle eine Erfahrung, die wir so noch nicht gemacht hatten. Man muss sich auf sich selbst verlassen, da man in der Dunkelheit sich kaum bei seinen Nebenmännern absichern kann. Nach dieser Erfahrung räumten wir das nötigste auf und fielen dann alle in unsere Schlafsäcke.
Pünktlich wie immer klingelte der Wecker. Aber an diesem Morgen fiel es uns am schwersten aufzustehen. Nachdem sich alle aus dem Bett rausgequält hatten, fanden wir uns draußen zum ersten Qigongtraining zusammen. Wie an den anderen Tagen machten wir erst Qigongübungen und dann übten wir Passgang. Danach bereiteten wir zusammen unser Frühstück welches auch unsere letzte Mahlzeit zusammen sein sollte. Dann begann das große Aufräumen alle mussten ihr Zeug zusammenräumen und die Räume sauber machen. Nach dem dann alle Autos wieder beladen waren, kamen wir auch dieses Jahr wieder einer schönen Abschluss Tradition nach, dem Eisessen. Nach und nach wurden alle Kinder von ihren Eltern abgeholt, bis dann alle weg waren. Kurz nach 12 Uhr verließen auch wir für dieses Jahr wieder die „Marina“ in Kienitz.
 

Bericht: Sophie Schröder
 

Die Fortgeschrittenen übten Tomari Passai
 

Da ist wohl jemand nicht so ernst bei der Sache?
 

Sophie beim Training
 

Gemeinsam wurde gekocht...
 

den Jüngeren wurde geholfen
 

Idylle an der Oder in Kienitz
 

Spass war immer dabei. Vor allem in den Pausen
 

Der Versuch einer menschlichen Pyramide
 

Das gemeinsame Essen
 

Thomas' neue Liebe - Gabriele die Tasse
 

An Maximilian kleben die Löffel... Was Karateka
so alles herausfinden...

Seichusen und Embusen wollen verstanden sein^^
 

Hebel auch. Mal eine andere Sicht der Dinge
 

Bunkai und immer wieder...
ausweichen

Kake uke
 

Pinan Yondan für alle zusammen
 

Kurze Verschaufpause
 

Ryubi no kon
 
   

Pinan Yondan Bunkai
 

Hier versuchen sich die Jüngsten
 

Pinan Yondan
 

Yamanni ryu Kobujutsu
 

Erstmals Sai trainierend...
 

Spass muss sein...
 

Die fiesen Kakushigeri
 

Dir zeig ich's
 

Die Bo-Halterung aus Sais. Erfindung von
Tim, Till und Maximilian (v.l.)

Die ganze Gurkentruppe
 

Gemeinsames Botraining
 

Und plötzlich hat man viele Berater (Insider^^)
 

Harter Körperkontakt
 

Wer nicht genug hatte, spielte noch Rugby... Hammerhart!
 

Die Schalfstelle
 

Manchmal führt Küchenarbeit zu komischen
Ergebnissen...

Tim hat einen Esel gefunden
 

Morgendliches Qigong-Training
 

Das Mitternachtstraining...
 

... fand mit guter Beleuchtung statt.
 

Rohai im Kerzenschein.
Kerstin und Thomas

 

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